Immer mehr Menschen entscheiden sich dafür, ein Fotoshooting mit ihrem Neugeborenen zu machen. Einige Studios haben sich sogar darauf spezialisiert, ein Lifestyle-ähnliches Shooting mit Babies durchzuführen. Haben Sie Interesse daran, sich näher mit der Babyfotografie zu beschäftigen? Dann bereiten Sie sich auf eine Menge Herausforderungen vor. Ein Baby ist sehr zierlich, interessiert sich nicht für Ihren Arbeitsplan und ist nicht so einfach zu “transportieren”. Wie also erstellen Sie eine schöne Fotoserie, auf die die Eltern stolz sein können?

Newborn fotografie

Wählen Sie Ihre Kulisse

Wenn Sie ein Studio besitzen, dann können Sie ganz einfach das Fotoshooting dort planen. In den meisten Fällen mögen es die Eltern jedoch, wenn das Shooting in ihren eigenen vier Wänden stattfindet. Das Baby wird sich in der familiären Umgebung wohler fühlen und die Eltern können besser auf die Bedürfnisse ihres kleinen Schatzes eingehen. Ein Vorteil eines frischgeborenen Babys ist, dass es noch nicht laufen oder krabbeln kann. Sie werden also nicht weglaufen, sobald sie die Kamera sehen und Sie können sich Zeit zum Aufbau nehmen. Gewährleisten Sie, dass Ihre Aufstellung sicher ist und bedenken Sie den Hintergrund. Eine Wand, die in einer schönen Farbe gestrichen ist, kann ganz gut funktionieren, aber Sie können auch Ihre eigenen Hintergründe mitbringen. Sie werden die besten Fotos erstellen, wenn Sie wissen, wo genau Sie arbeiten werden, da Sie die Möglichkeit haben, Ihr Konzept auf die gegebene Umgebung anzupassen. Aus diesem Grund ist es nicht schlecht, wenn Sie erst einmal einen Termin mit den Eltern vereinbaren und die Kulisse vor dem Shooting kennen lernen.

Licht

Einer der wichtigsten Faktoren, die Sie bei der Babyfotografie regulieren müssen, ist das Licht. Babies haben eine sehr weiche Haut, die oftmals heller im Ton ist. Das ist einer der Gründe, warum sich Babyshootings perfekt für hohe Belichtung eignen, fast High Key-Fotos. Sie passt sehr gut mit der Unschuld dieses neuen Lebens zusammen. Sorgen Sie deswegen dafür, dass Sie genug Licht zur Verfügung haben. Ein großes Fenster kann wahre Wunder bewirken, aber Sie können auch Ihr eigenes Licht bringen. Sollten Sie das tun, stellen Sie sicher, dass das Licht weich ist. Harte Schatten passen nicht zu der sanften Form Ihres Motivs. Zusätzlich sollten Sie behutsam mit den empfindlichen Augen des Babys umgehen. Platzieren Sie die Lampen nicht zu weit weg und lassen Sie kontinuierliches Licht mit einem Blitzschirm, einer Softbox oder, falls nötig, mit dünnen weißen Leinwänden weicher werden.

Ausrüstung

Fast jede Kamera eignet sich für die Babyfotografie und Sie können mit vielen Objektiven herumspielen. Ein porträtobjektiv wie ein 85 mm, ein Vollformatobjektiv oder ein 50 mm auf einer Crop-Kamera sind eine beliebte Wahl. Nehme Sie lieber eine große Blendenöffnung, da der weiche Hintergrund dazu führt, dass Ihr Motiv heraussticht. Sorgen Sie jedoch dafür, dass Ihre Tiefenschärfe nicht zu kurz ist. Die Augen des Babys sollten fokussiert sein und das sind sie selten mit dem gleichen Fokusabstand. Immerhin arbeiten Sie mit einzigartigen Perspektiven, da Ihr Motiv höchstwahrscheinlich liegen wird. Die meisten Fotografen, die sich auf Babyfotografie spezialisiert haben, arbeiten deswegen mindestens mit f/2.8.

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Ein Baby zum Posen bringen

Sie können das Baby in seiner natürlichen Pose fotografieren: ein schlafender Säugling ist so schon niedlich genug. Das ermöglicht Ihnen, tolle Close-Ups von den kleinen Händen und Füßen zu machen.

Meistens wollen die Eltern auch einige gestellte Fotos haben. Die richtigen Posen bei einem richtigen Set-Up zu finden ist ganz oft eines der größten Herausforderungen. Natürlich sollten Sie darauf achten, dass das Baby auf keine Weise irgendwo herunterfallen kann.

Eine viel genutzte Pose ist die Fötusposition, bei der das Baby sich eingerollt hat. Es ist einfach, das Baby in diese Pose zu legen, besonders wenn es (fast) schläft. Am einfachsten ist es, wenn das Baby nicht älter als 10 Tage ist (wahre Neugeborene), da Babies ihre Arme und Beine noch nicht strecken, wenn sie so jung sind.

Wenn Sie sich mit Photoshop auskennen, können Sie das Baby auch mithilfe eines Assistenten in spannendere Positionen platzieren. Er kann das Baby stützen, während Sie mehrere Bilder schießen. Wenn seine Hände in einer anderen Position sind, wann immer Sie ein neues Foto schießen, dann können Sie später alle zu einem Bild zusammenfügen. Auf diese Weise können Sie es so aussehen lassen, als würde das Baby aufrecht sitzen oder seinen Kopf mit einer Hand stützen. Wenn Sie einen schwarzen Hintergrund haben, können Sie es auch so aussehen lassen, als würde das Baby schweben.

Geduld

Wenn Sie sich dazu entschlossen haben, in die Babyfotografie einzusteigen, dann sollten Sie wissen, wie Sie einen kühlen Kopf bewahren müssen. Sie arbeiten nicht nur mit einer frischgeborenen Mini-Person, sondern auch mit deren Eltern, die höchstwahrscheinlich nicht gut geschlafen haben und durch eine intensive Periode in ihrem Leben gehen (auch wenn es nicht ihr erstes Kind sein sollte). Geduld ist deswegen eine sehr wichtige Tugend, auch wenn nichts so läuft, wie Sie geplant haben. Am Ende wird Ihnen das dabei helfen, den Eltern die besten Fotos zu bieten.

Digifoto Pro

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